Lebenslauf und Wirken: Andreas Alexander kam um 1660 nach Nürnberg, wo er Privatunterricht in den mathematischen Wissenschaften erteilte.
Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725) war einer seiner Schüler. 1662 veröffentlichte er eine Schrift zum Proportionalzirkel. Auf dem Titelblatt bezeichnete er sich als aus der Mark Brandenburg gebürtig. 1665 ging er nach Holland, wo er in Arnheim eine kleine Schrift über ein Proportionalinstrument herausgab, das in der Fortifikation verwendet werden sollte. Er soll nach wenigen Jahren in Holland gestorben sein. Doch wurden am 3. Dezember 1674 fünf seiner mechanischen und geographischen Erfindungen auf der Sitzung der Royal Society in London vorgestellt. Dabei handelte es sich um ein Gerät zur Kraftmessung, eine Transportmaschine für schwere Lasten, einen Feuerofen, der den Rauch optimal leitete, ein Verfahren zum Zeichnen von Landkarten, die sich über große Gebiete erstrecken sowie um Gedanken zur Längenbestimmung auf See. Ausgewählte Werke: Literatur:
- Birch, Thomas: The History of the Royal Society of London. London Bd. 3. 1757. Reprint Hildesheim: Olms 1968, S. 159f.
- Doppelmayr, Johann Gabriel: Historische Nachricht von den Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern. Nürnberg: Peter Conrad Monath 1730, S. 170f.
- Gaab, Hans: Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725). In: Dick, Wolfgang R.; Hamel, Jürgen (Hrsg.): Beiträge zur Astronomiegeschichte, Band 5. Frankfurt a.M.: Harri Deutsch 2002, S. 47-114, hier S. 48f.
- Schneider, Ivo: Der Proportionalzirkel. Ein universelles Analogrecheninstrument der Vergangenheit. München: Oldenburg 1970
Letzte Änderung: 07.07.2010 |