Blick durchs Fernrohr: Jupiter ist der fünfte und größte Planet unseres Sonnensystems. mehr…

Astronomie in Nürnberg
Service

 Mondphase


 Sternhimmel

 Informationen
Newsletter:
Regionale Informationen
Mailing-Listen:
Überregionaler Informationsaustausch

 Wettervorhersage
aktuelles Meteosat-Bild

Wettervorhersage von Stefan Ochs

|
Geschichte der Astronomie in Nürnberg - Chronologische Übersicht

2007Errichtung der Eimmart Gedenksäule auf der Vestnertorbastei durch die Nürnberger Astronomische Gesellschaft (NAG).
2004Gründung der Nürnberger Astronomischen Gesellschaft (NAG)
2004Rundum-Modernisierung der Volkssternwarte, Inbetriebnahme des 60cm-Hauptfernrohrs
2000Rundum-Modernisierung des Planetariums am Plärrer; die NAA wird nun auch offiziell eigenverantwortlicher Träger des gesamten Betriebs der Nürnberger Volkssternwarte
1993Die Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (NAA) übernimmt ehrenamtlich den Großteil des Betriebs der Nürnberger Volkssternwarte
1961Eröffnung eines neuen Planetariums am Plärrer
1960Gründung der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft (NAA)
1956Wiedereröffnung der Sternwarte auf dem Rechenberg als Volksternwarte
1953Wiederinbetriebnahme der Sternwarte auf dem Rechenberg, vorläufig nur als Schulsternwarte
1945Plünderung und Verwüstung der Volkssternwarte in den letzten Kriegstagen
1934Abriss des ersten Nürnberger Planetariums durch die Nationalsozialisten aus politischen Gründen
1931Eröffnung der Nürnberger Volkssternwarte auf dem Rechenberg
1927Eröffnung des ersten Nürnberger Planetariums am Rathenauplatz
1919Zwei am Nürnberger Hauptbahnhof von Unbekannten hinterlassene Fernrohre gehen in den Besitz der Stadt Nürnberg über und bilden den Anlass für erste Überlegungen zum Bau einer Volkssternwarte
1838 - 1866Georg Wolfgang Eichhorn (1792/3-1866) betrieb eine kleine Privatsternwarte auf dem Dach seines Hauses am Rathausplatz 7.
1802Tod von Georg Friedrich Kordenbusch (1731-1802).
1779Tod von Michael Adelbulner (1702-1779)
1770Georg Friedrich Kordenbusch (1731-1802) versucht nochmals die Sternwarte neu aufbauen zu lassen. Auch dieser Plan scheitert an den Finanzen.
1769Beobachtung des damaligen Venusdurchgangs durch Georg Friedrich Kordenbusch (1731-1802).
1761Auf den damaligen Venusdurchgang hatte u.a. Johann Aegidius Eichhorn (1724-1787), Lehrer am Egidiengymnasium, aufmerksam gemacht. Der Durchgang selbst war wegen schlechten Wetters in Nürnberg nicht zu beobachten.
1757Das Häuschen über dem Aufgang zur Vestnertorbastei, indem noch einige astronomische Geräte verwahrt wurden, wird geräumt.
1751Georg Moritz Lowitz (1722-1774) wird neuer Sternwartendirektor. Lowitz lässt die maroden Geräte der Sternwarte abbauen und in die Kaiserkapelle der Burg bringen. Ein geplanter Neuaufbau scheitert an den Finanzen.
1750Tod von Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750).
1748Wie 1724 feiern die Protestanten und die Katholiken Ostern an unterschiedlichen Terminen.
1746 - 1751Aufenthalt von Tobias Mayer (1723-1762) in Nürnberg. Mayer erzählte später, dass er den großen Trienten auf der Sternwarte noch gebraucht habe, aber einen Hammer mitnehmen musste, um ihn in Bewegung zu setzen. In seiner Nürnberger Zeit entsteht seine berühmte Mondkarte.
1742Der Atlas Novus Coelestis, von Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) erscheint. Es ist ein prächtig ausgestalteter Himmelsatlas, der mit 30 großformatigen Drucken in alle Bereiche der damaligen Astronomie einführt.
1736 - 1740Statt einer lateinischen Zeitschrift bringt Michael Adelbulner (1702-1779) eine deutsche Zeitschrift mit dem Titel Merkwürdige Himmels-begebenheiten heraus. Es ist die erste deutschsprachige astronomische Fachzeitschrift.
1733 - 1736Michael Adelbulner (1702-1779) gibt in Nürnberg die erste rein astronomische Fachzeitschrift heraus: Commercium litterarium ad astronomiae incrementum (etwa: Mitteilungsblatt zur Förderung der Astronomie). Die Anregung dazu erhielt er von Anders Celsius (1701-1744), der sich 1733 drei Monate lang in Nürnberg aufhielt.
1731Tod von Johann Heinrich Müller (1671-1731) in Altdorf.
1730Publikation der Historischen Nachricht von den Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern von Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750). Das Buch ist bis heute eine wichtige Quelle für Forschungen zur Astronomiegeschichte.
1728Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) beginnt mit der Herstellung von Erd- und Himmelsgloben. Er ist der produktivste Nürnberger Globenhersteller. Im 18. Jahrhundert waren seine Globen marktführend.
1727Tod von Johann Leonhard Rost (1688-1727).
1725Tod von Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725).
1724Streit ums Osterfest: 1700 war nicht der von den Katholiken verwendete gregorianische Kalender übernommen worden, sondern nur ein ähnlicher Kalender, bei dem die Festlegung des Ostertermins nicht nach einer festen Formel erfolgte, sondern an Hand astronomischer Beobachtungen bzw. Berechnungen. 1724 führten diese Unterschiede zu verschiedenen Ergebnissen je nach "evangelischer" bzw. "katholischer" Berechnungsart. Nürnberger Astronomen machten frühzeitig auf die Situation aufmerksam. Tatsächlich feierten die Lutheraner und die Katholiken 1724 an unterschiedlichen Terminen Ostern.
1723Der Atlas Portatilis Coelestis von Johann Leonhard Rost (1688-1727) erscheint. Wegen seiner zahlreichen kolorierten Karten der Sternbilder gilt das Werk heute als bibliophile Kostbarkeit.
1719Wurzelbaus Hauptwerk Uranies Noricae basis astronomica erscheint. Darin gibt er vor allem seine jahrelange Beobachtungen der Sonnenhöhen wieder.
1718Das Astronomische Handbuch von Johann Leonhard Rost (1688-1727)erscheint. Es ist die vierte, ebenfalls in Nürnberg erschienene, gedruckte Einführung in die Astronomie in deutscher Sprache. Zugleich ist es das erste Praxishandbuch der Astronomie.
1711 - 1713Bau der zweiten Altdorfer Sternwarte unter Johann Heinrich Müllers Leitung
1710Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) wird neuer Sternwartendirektor.
1709Johann Heinrich Müller (1671-1731) erhält die Stelle als Mathematik- und Physikdozent in Altdorf.
1707Maria Clara Eimmart (1676-1707) stirbt im Kindbett.
1706, 12. MaiZum bislang letzten Male war in Nürnberg eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Auf der Sternwarte herrscht Hochbetrieb.
1705Der zweite Band der Mathesis juvenilis (Mathematik für die Jugend) von Johann Christoph Sturm erscheint in deutscher Übersetzung. Da er einen langen Teil zur Astronomie enthält, handelt es sich um die dritte gedruckte Einführung in die Astronomie in deutscher Sprache.
1705Die Stadt kauft die Sternwarte für 1500 Gulden. Eimmarts Schwiegersohn Johann Heinrich Müller (1671-1731) wird Sternwartendirektor und zugleich Dozent für Mathematik am Egidiengymnasium.
1705Tod des Sternwartengründers Georg Christoph Eimmart (1638-1705).
1703Johann Christoph Sturm (1635-1703) stirbt in Altdorf.
1702Gründung der "Homannschen Offizin" durch Johann Baptista Homann (1664-1724). Es wurde das führende deutsche Landkartenoffizin des 18. Jahrhunderts.
1700 - 1703Johann Wilhelm Wagner (1681-1745) arbeitet als Assistent bei Eimmart auf der Sternwarte. Er wurde später Leiter der Berliner Sternwarte.
1700Kalenderumstellung: Der julianische Kalender wird auch in Nürnberg abgeschafft.
1699Erhard Weigel (1625-1699) stirbt in Jena. Er war u.a. der Lehrer von Eimmart und hatte auf die Nürnberger Astronomen großen Einfluss.
1697Beobachtung des Merkurdurchgangs durch Wurzelbau und Maria Clara Eimmart (1676-1707).
1697Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725) gibt sein Werk Uranies Noricae Basis Astronomico-Geographica heraus. Darin versucht er mittels astronomischer Beobachtungen die geographischen Koordinaten Nürnbergs möglichst genau festzulegen.
1696 - 1700Peter Kolb (1675-1726) arbeitet als Assistent bei Eimmart auf der Sternwarte. Er fuhr 1705 im Auftrag des Barons von Krosigk (1660-1714) ans Kap der Guten Hoffnung, um dort astronomische Beobachtungen anzustellen. Ziel war eine genauere Abstandsbestimmung des Mondes. 1719 gab er in Nürnberg ein voluminöses Buch über seine Reise heraus, in dem er genau die Sitten und Gebräuche der Einwohner am Kap beschrieb.
1692 - 1696Johann Christoph Müller (1673-1721) arbeitet als Assistent bei Eimmart auf der Sternwarte. Er arbeitet später als Kartograf zunächst in den Diensten des Grafen Marsigli (1658-1730), dann für das österreichische Kaiserhaus. Von ihm stammen die ersten Karten von Ungarn, Böhmen und Mähren, die nach wissenschaftlichen Maßstäben angefertigt wurden. Er ist einer der wichtigsten Kartografen Ungarns uns Österreichs.
1692Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725) errichtet auf seinem Haus am Spitzenberg 4 ein Beobachtungstürmchen. Es ist die zweite Sternwarte, die direkt auf dem Nürnberger Stadtgebiet steht.
1690Beobachtung des Merkurdurchganges durch Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725) und Sebald Braun (1644-1708).
1689Bereits in diesem Jahr - nicht erst 1691, wie häufig zu lesen - kann Eimmart den Sternwartenbetrieb wieder aufnehmen.
1688Da Kriegsgefahr bestand, musste Eimmart die Bastei räumen, die wieder für "martialische Zurüstungen" gebraucht wurde.
1687An Stelle des hölzernen Quadranten wird ein großer Trient (Drittelkreis) errichtet, der ab nun das Wahrzeichen dieser Sternwarte ist.
1682Der Halleysche Komet ist über Nürnberg zu sehen.
1680Ende 1680/ Anfang 1681 ist ein beeindruckender Komet zu sehen, der auch von der Eimmart-Sternwarte aus beobachtet wird.
1678Gründung der Sternwarte durch Georg Christoph Eimmart (1638-1705). Hervorstechendes Merkmal ist ein großer hölzerner Doppelquadrant.
1676Der Schriftsteller Erasmus Francisci (1627-1694) gibt sein umfangreiches Neu eröffnetes Lust-Hauß der obern und untern Welt heraus. Es ist die zweite gedruckte Einführung in die Astronomie in deutscher Sprache.
1669Tod von Abdias Trew (1597-1669).
1657Die Sternwarte von Trew wird ausgebaut.
1638Abidas Trew (1597-1669), Nachfolger von Schwenter in Altdorf, richtet auf einem Turm der Stadtmauer das erste Observatorium im Nürnberger Gebiet ein.
1636Daniel Schwenter (1585-1636) stirbt in Altdorf. Er hatte insbesondere zahlreiche wichtige Werke zur Landvermessung herausgebracht.
1625Tod von Petrus Saxonius (1591-1625).
1616Petrus Saxonius (1591-1625) beobachtet Sonnenflecken in Nürnberg. Er wird der Nachfolger von Praetorius.
1616Johann Praetorius (1537-1616) stirbt in Altdorf.
1576Johann Praetorius wird Professor für Mathematik in Altdorf. Er setztsich hier u.a. intensiv mit dem Werk von Copernicus auseinander.
1564Tod von Georg Hartmann (1489-1564). Er stellte Astrolabien, Sonnenuhren und Himmelsgloben her.
1562Erster Aufenthalt von Johannes Praetorius (1537-1616) in Nürnberg. Er wird als Hersteller zahlreicher astronomischer Instrumente bekannt, von denen einige noch heute im Germanischen Nationalmuseum zu sehen sind.
1547Tod von Johannes Schöner (1477-1547).
1543Das Hauptwerk von Nicolaus Copernicus (1473-1543) erscheint bei Johannes Petreius (1497-1559) in Nürnberg.
1538Besuch des Georg Joachim Rheticus (1514-1576) bei Schöner in Nürnberg. Er reist später zu Copernicus (1473-1543), um im Auftrag des Druckers Johannes Petreius (1497-1559) dessen Werk nach Nürnberg zu bringen.
1526Johannes Schöner (1477-1547) wird Professor für Mathematik am Egidiengymnasium. Schon vorher hatte er Globen hergestellt. In Nürnberg bringt er zahlreiche wichtige Werke zu Astronomie und Astrologie heraus.
1522Tod von Johannes Werner (1468-1522).
1517Tod von Conrad Heinfogel (?-1517).
1516Conrad Heinfogel bringt in Nürnberg seine deutsche Übersetzung der Sphaera des Sacrobosco (ca. 1200-1256) heraus. Es ist das erste Lehrbuch der Astronomie in deutscher Sprache. Behauptungen, dass es sich dabei um ein Plagiat handelt, sind unterdessen längst wiederlegt.
1514Albrecht Dürer (1471-1528) bringt die ersten gedruckten Sternkarten in Nürnberg heraus. Den Auftrag dazu erteilte Johannes Stabius (?-1522), der astronomische Bearbeiter der Karten war der Nürnberger Geistliche Conrad Heinfogel (?-1517).
1504Tod von Bernhard Walther (1430-1504), dem Schüler von Regiomontanus.
1502Sebastian Sperantius (?-1525) zeichnet die Sonnenuhr an den Ostchor der Nürnberger Lorenzkirche. Diese Uhr zeigt nicht nur die aktuelle Tageszeit an, sondern auch das Datum und die sog. "Nürnberger Stunden", d.h. man kann ablesen, wie viele Stunden seit Sonnenaufgang vergangen sind. Der Entwurf zu dieser Uhr stammt von Johannes Stabius (?-1522), die Anregung von Johannes Werner (1468-1522).
1476Tod von Regiomontanus in Rom. Das von Regiomontanus begonnen astronomische Beobachtungsprogramm wird von seinem Schüler Bernhard Walther (1430-1504) fortgesetzt.
1475Regiomontanus verlässt Nürnberg Richtung Rom.
1471Johannes Regiomontanus (1436-1476) kommt nach Nürnberg und entwickelt hier eine ungeheuere Aktivität. U.a. richtet er eine eigene Druckerei für astronomische Drucke ein, in der er zahlreiche Werke herausbringt.

Webmaster | Haftungsausschluss | Impressum | Design | Ihre Termine/Einrichtung auf diesem Portal | Links