| 2007 | Errichtung der Eimmart Gedenksäule auf der Vestnertorbastei durch die Nürnberger Astronomische Gesellschaft (NAG). |
| 2004 | Gründung der Nürnberger Astronomischen Gesellschaft (NAG) |
| 2004 | Rundum-Modernisierung der Volkssternwarte, Inbetriebnahme des 60cm-Hauptfernrohrs |
| 2000 | Rundum-Modernisierung des Planetariums am Plärrer; die NAA wird nun auch offiziell eigenverantwortlicher Träger des gesamten Betriebs der Nürnberger Volkssternwarte |
| 1993 | Die Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (NAA) übernimmt ehrenamtlich den Großteil des Betriebs der Nürnberger Volkssternwarte |
| 1961 | Eröffnung eines neuen Planetariums am Plärrer |
| 1960 | Gründung der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft (NAA) |
| 1956 | Wiedereröffnung der Sternwarte auf dem Rechenberg als Volksternwarte |
| 1953 | Wiederinbetriebnahme der Sternwarte auf dem Rechenberg, vorläufig nur als Schulsternwarte |
| 1945 | Plünderung und Verwüstung der Volkssternwarte in den letzten Kriegstagen |
| 1934 | Abriss des ersten Nürnberger Planetariums durch die Nationalsozialisten aus politischen Gründen |
| 1931 | Eröffnung der Nürnberger Volkssternwarte auf dem Rechenberg |
| 1927 | Eröffnung des ersten Nürnberger Planetariums am Rathenauplatz |
| 1919 | Zwei am Nürnberger Hauptbahnhof von Unbekannten hinterlassene Fernrohre gehen in den Besitz der Stadt Nürnberg über und bilden den Anlass für erste Überlegungen zum Bau einer Volkssternwarte |
| 1838 - 1866 | Georg Wolfgang Eichhorn (1792/3-1866) betrieb eine kleine Privatsternwarte auf dem Dach seines Hauses am Rathausplatz 7. |
| 1802 | Tod von Georg Friedrich Kordenbusch (1731-1802). |
| 1779 | Tod von Michael Adelbulner (1702-1779) |
| 1770 | Georg Friedrich Kordenbusch (1731-1802) versucht nochmals die Sternwarte neu aufbauen zu lassen. Auch dieser Plan scheitert an den Finanzen. |
| 1769 | Beobachtung des damaligen Venusdurchgangs durch Georg Friedrich Kordenbusch (1731-1802). |
| 1761 | Auf den damaligen Venusdurchgang hatte u.a. Johann Aegidius Eichhorn (1724-1787), Lehrer am Egidiengymnasium, aufmerksam gemacht. Der Durchgang selbst war wegen schlechten Wetters in Nürnberg nicht zu beobachten. |
| 1757 | Das Häuschen über dem Aufgang zur Vestnertorbastei, indem noch einige astronomische Geräte verwahrt wurden, wird geräumt. |
| 1751 | Georg Moritz Lowitz (1722-1774) wird neuer Sternwartendirektor. Lowitz lässt die maroden Geräte der Sternwarte abbauen und in die Kaiserkapelle der Burg bringen. Ein geplanter Neuaufbau scheitert an den Finanzen. |
| 1750 | Tod von Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750). |
| 1748 | Wie 1724 feiern die Protestanten und die Katholiken Ostern an unterschiedlichen Terminen. |
| 1746 - 1751 | Aufenthalt von Tobias Mayer (1723-1762) in Nürnberg. Mayer erzählte später, dass er den großen Trienten auf der Sternwarte noch gebraucht habe, aber einen Hammer mitnehmen musste, um ihn in Bewegung zu setzen. In seiner Nürnberger Zeit entsteht seine berühmte Mondkarte. |
| 1742 | Der Atlas Novus Coelestis, von Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) erscheint. Es ist ein prächtig ausgestalteter Himmelsatlas, der mit 30 großformatigen Drucken in alle Bereiche der damaligen Astronomie einführt. |
| 1736 - 1740 | Statt einer lateinischen Zeitschrift bringt Michael Adelbulner (1702-1779) eine deutsche Zeitschrift mit dem Titel Merkwürdige Himmels-begebenheiten heraus. Es ist die erste deutschsprachige astronomische Fachzeitschrift. |
| 1733 - 1736 | Michael Adelbulner (1702-1779) gibt in Nürnberg die erste rein astronomische Fachzeitschrift heraus: Commercium litterarium ad astronomiae incrementum (etwa: Mitteilungsblatt zur Förderung der Astronomie). Die Anregung dazu erhielt er von Anders Celsius (1701-1744), der sich 1733 drei Monate lang in Nürnberg aufhielt. |
| 1731 | Tod von Johann Heinrich Müller (1671-1731) in Altdorf. |
| 1730 | Publikation der Historischen Nachricht von den Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern von Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750). Das Buch ist bis heute eine wichtige Quelle für Forschungen zur Astronomiegeschichte. |
| 1728 | Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) beginnt mit der Herstellung von Erd- und Himmelsgloben. Er ist der produktivste Nürnberger Globenhersteller. Im 18. Jahrhundert waren seine Globen marktführend. |
| 1727 | Tod von Johann Leonhard Rost (1688-1727). |
| 1725 | Tod von Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725). |
| 1724 | Streit ums Osterfest: 1700 war nicht der von den Katholiken verwendete gregorianische Kalender übernommen worden, sondern nur ein ähnlicher Kalender, bei dem die Festlegung des Ostertermins nicht nach einer festen Formel erfolgte, sondern an Hand astronomischer Beobachtungen bzw. Berechnungen. 1724 führten diese Unterschiede zu verschiedenen Ergebnissen je nach "evangelischer" bzw. "katholischer" Berechnungsart. Nürnberger Astronomen machten frühzeitig auf die Situation aufmerksam. Tatsächlich feierten die Lutheraner und die Katholiken 1724 an unterschiedlichen Terminen Ostern. |
| 1723 | Der Atlas Portatilis Coelestis von Johann Leonhard Rost (1688-1727) erscheint. Wegen seiner zahlreichen kolorierten Karten der Sternbilder gilt das Werk heute als bibliophile Kostbarkeit. |
| 1719 | Wurzelbaus Hauptwerk Uranies Noricae basis astronomica erscheint. Darin gibt er vor allem seine jahrelange Beobachtungen der Sonnenhöhen wieder. |
| 1718 | Das Astronomische Handbuch von Johann Leonhard Rost (1688-1727)erscheint. Es ist die vierte, ebenfalls in Nürnberg erschienene, gedruckte Einführung in die Astronomie in deutscher Sprache. Zugleich ist es das erste Praxishandbuch der Astronomie. |
| 1711 - 1713 | Bau der zweiten Altdorfer Sternwarte unter Johann Heinrich Müllers Leitung |
| 1710 | Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) wird neuer Sternwartendirektor. |
| 1709 | Johann Heinrich Müller (1671-1731) erhält die Stelle als Mathematik- und Physikdozent in Altdorf. |
| 1707 | Maria Clara Eimmart (1676-1707) stirbt im Kindbett. |
| 1706, 12. Mai | Zum bislang letzten Male war in Nürnberg eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. Auf der Sternwarte herrscht Hochbetrieb. |
| 1705 | Der zweite Band der Mathesis juvenilis (Mathematik für die Jugend) von Johann Christoph Sturm erscheint in deutscher Übersetzung. Da er einen langen Teil zur Astronomie enthält, handelt es sich um die dritte gedruckte Einführung in die Astronomie in deutscher Sprache. |
| 1705 | Die Stadt kauft die Sternwarte für 1500 Gulden. Eimmarts Schwiegersohn Johann Heinrich Müller (1671-1731) wird Sternwartendirektor und zugleich Dozent für Mathematik am Egidiengymnasium. |
| 1705 | Tod des Sternwartengründers Georg Christoph Eimmart (1638-1705). |
| 1703 | Johann Christoph Sturm (1635-1703) stirbt in Altdorf. |
| 1702 | Gründung der "Homannschen Offizin" durch Johann Baptista Homann (1664-1724). Es wurde das führende deutsche Landkartenoffizin des 18. Jahrhunderts. |
| 1700 - 1703 | Johann Wilhelm Wagner (1681-1745) arbeitet als Assistent bei Eimmart auf der Sternwarte. Er wurde später Leiter der Berliner Sternwarte. |
| 1700 | Kalenderumstellung: Der julianische Kalender wird auch in Nürnberg abgeschafft. |
| 1699 | Erhard Weigel (1625-1699) stirbt in Jena. Er war u.a. der Lehrer von Eimmart und hatte auf die Nürnberger Astronomen großen Einfluss. |
| 1697 | Beobachtung des Merkurdurchgangs durch Wurzelbau und Maria Clara Eimmart (1676-1707). |
| 1697 | Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725) gibt sein Werk Uranies Noricae Basis Astronomico-Geographica heraus. Darin versucht er mittels astronomischer Beobachtungen die geographischen Koordinaten Nürnbergs möglichst genau festzulegen. |
| 1696 - 1700 | Peter Kolb (1675-1726) arbeitet als Assistent bei Eimmart auf der Sternwarte. Er fuhr 1705 im Auftrag des Barons von Krosigk (1660-1714) ans Kap der Guten Hoffnung, um dort astronomische Beobachtungen anzustellen. Ziel war eine genauere Abstandsbestimmung des Mondes. 1719 gab er in Nürnberg ein voluminöses Buch über seine Reise heraus, in dem er genau die Sitten und Gebräuche der Einwohner am Kap beschrieb. |
| 1692 - 1696 | Johann Christoph Müller (1673-1721) arbeitet als Assistent bei Eimmart auf der Sternwarte. Er arbeitet später als Kartograf zunächst in den Diensten des Grafen Marsigli (1658-1730), dann für das österreichische Kaiserhaus. Von ihm stammen die ersten Karten von Ungarn, Böhmen und Mähren, die nach wissenschaftlichen Maßstäben angefertigt wurden. Er ist einer der wichtigsten Kartografen Ungarns uns Österreichs. |
| 1692 | Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725) errichtet auf seinem Haus am Spitzenberg 4 ein Beobachtungstürmchen. Es ist die zweite Sternwarte, die direkt auf dem Nürnberger Stadtgebiet steht. |
| 1690 | Beobachtung des Merkurdurchganges durch Johann Philipp von Wurzelbau (1651-1725) und Sebald Braun (1644-1708). |
| 1689 | Bereits in diesem Jahr - nicht erst 1691, wie häufig zu lesen - kann Eimmart den Sternwartenbetrieb wieder aufnehmen. |
| 1688 | Da Kriegsgefahr bestand, musste Eimmart die Bastei räumen, die wieder für "martialische Zurüstungen" gebraucht wurde. |
| 1687 | An Stelle des hölzernen Quadranten wird ein großer Trient (Drittelkreis) errichtet, der ab nun das Wahrzeichen dieser Sternwarte ist. |
| 1682 | Der Halleysche Komet ist über Nürnberg zu sehen. |
| 1680 | Ende 1680/ Anfang 1681 ist ein beeindruckender Komet zu sehen, der auch von der Eimmart-Sternwarte aus beobachtet wird. |
| 1678 | Gründung der Sternwarte durch Georg Christoph Eimmart (1638-1705). Hervorstechendes Merkmal ist ein großer hölzerner Doppelquadrant. |
| 1676 | Der Schriftsteller Erasmus Francisci (1627-1694) gibt sein umfangreiches Neu eröffnetes Lust-Hauß der obern und untern Welt heraus. Es ist die zweite gedruckte Einführung in die Astronomie in deutscher Sprache. |
| 1669 | Tod von Abdias Trew (1597-1669). |
| 1657 | Die Sternwarte von Trew wird ausgebaut. |
| 1638 | Abidas Trew (1597-1669), Nachfolger von Schwenter in Altdorf, richtet auf einem Turm der Stadtmauer das erste Observatorium im Nürnberger Gebiet ein. |
| 1636 | Daniel Schwenter (1585-1636) stirbt in Altdorf. Er hatte insbesondere zahlreiche wichtige Werke zur Landvermessung herausgebracht. |
| 1625 | Tod von Petrus Saxonius (1591-1625). |
| 1616 | Petrus Saxonius (1591-1625) beobachtet Sonnenflecken in Nürnberg. Er wird der Nachfolger von Praetorius. |
| 1616 | Johann Praetorius (1537-1616) stirbt in Altdorf. |
| 1576 | Johann Praetorius wird Professor für Mathematik in Altdorf. Er setztsich hier u.a. intensiv mit dem Werk von Copernicus auseinander. |
| 1564 | Tod von Georg Hartmann (1489-1564). Er stellte Astrolabien, Sonnenuhren und Himmelsgloben her. |
| 1562 | Erster Aufenthalt von Johannes Praetorius (1537-1616) in Nürnberg. Er wird als Hersteller zahlreicher astronomischer Instrumente bekannt, von denen einige noch heute im Germanischen Nationalmuseum zu sehen sind. |
| 1547 | Tod von Johannes Schöner (1477-1547). |
| 1543 | Das Hauptwerk von Nicolaus Copernicus (1473-1543) erscheint bei Johannes Petreius (1497-1559) in Nürnberg. |
| 1538 | Besuch des Georg Joachim Rheticus (1514-1576) bei Schöner in Nürnberg. Er reist später zu Copernicus (1473-1543), um im Auftrag des Druckers Johannes Petreius (1497-1559) dessen Werk nach Nürnberg zu bringen. |
| 1526 | Johannes Schöner (1477-1547) wird Professor für Mathematik am Egidiengymnasium. Schon vorher hatte er Globen hergestellt. In Nürnberg bringt er zahlreiche wichtige Werke zu Astronomie und Astrologie heraus. |
| 1522 | Tod von Johannes Werner (1468-1522). |
| 1517 | Tod von Conrad Heinfogel (?-1517). |
| 1516 | Conrad Heinfogel bringt in Nürnberg seine deutsche Übersetzung der Sphaera des Sacrobosco (ca. 1200-1256) heraus. Es ist das erste Lehrbuch der Astronomie in deutscher Sprache. Behauptungen, dass es sich dabei um ein Plagiat handelt, sind unterdessen längst wiederlegt. |
| 1514 | Albrecht Dürer (1471-1528) bringt die ersten gedruckten Sternkarten in Nürnberg heraus. Den Auftrag dazu erteilte Johannes Stabius (?-1522), der astronomische Bearbeiter der Karten war der Nürnberger Geistliche Conrad Heinfogel (?-1517). |
| 1504 | Tod von Bernhard Walther (1430-1504), dem Schüler von Regiomontanus. |
| 1502 | Sebastian Sperantius (?-1525) zeichnet die Sonnenuhr an den Ostchor der Nürnberger Lorenzkirche. Diese Uhr zeigt nicht nur die aktuelle Tageszeit an, sondern auch das Datum und die sog. "Nürnberger Stunden", d.h. man kann ablesen, wie viele Stunden seit Sonnenaufgang vergangen sind. Der Entwurf zu dieser Uhr stammt von Johannes Stabius (?-1522), die Anregung von Johannes Werner (1468-1522). |
| 1476 | Tod von Regiomontanus in Rom. Das von Regiomontanus begonnen astronomische Beobachtungsprogramm wird von seinem Schüler Bernhard Walther (1430-1504) fortgesetzt. |
| 1475 | Regiomontanus verlässt Nürnberg Richtung Rom. |
| 1471 | Johannes Regiomontanus (1436-1476) kommt nach Nürnberg und entwickelt hier eine ungeheuere Aktivität. U.a. richtet er eine eigene Druckerei für astronomische Drucke ein, in der er zahlreiche Werke herausbringt. |